Ghostbusters – The Video Game

Es ist die Zeit um Halloween, wo Monster, Ungetüme und Geister ihr Unwesen treiben. Gegen die körperlosen Schrecken gibt es dennoch ein Team, was allzuoft vergessen wird in einer Zeit voll von Shootern. Die Geisterjäger! Rausgekommen in 2009 ist dieses Spiel leicht angestaubt, doch noch lange nicht tot. Oder zumindest nicht so ganz, denn so schlecht sieht es gar nicht aus…

 

 

 

Hotelflur

Blinkende Lichter am Protonenrucksack zeigen an, ob ihr PKE-Signale empfangt oder überhitzt.

Und auch das Böse ist noch nicht ganz so tot, wie man es gerne hätte. Das Spiel beginnt auch schon recht schnell mit der Action und kommt sofort mit dem Problem. Inmitten einer alten Gozer-Ausstellung geht irgendwas merkwürdiges vor, was die Wachen veranlasst, nach dem Rechten zu sehen. Eine überdimensionale Welle ätherischer Energie breitet sich kurz darauf in ganz lower Manhattan aus.

 

 

Schnitt zum Geisterjäger Hauptquartier, wo die Geisterjäger ihr neuestes Crewmitglied  einarbeiten, euch! Doch kaum habt ihr euer Protonenpack an, erreicht die  Energiewelle euer Hauptquartier, was eure ungeteilte Aufmerksamkeit erhält. Nach einer kleinen Eskapade im Keller, was euch das Protonenpaket-Tutorial  bietet, geht es zum ersten Auftrag: Slimer ist ausgebüxt und wir sollten die kleine, hässliche Kartoffel besser wieder einfangen. Also auf zum Sedgewick Hotel, was aufgrund eines Fischergeists schon bessere Tage gesehen hat.

Während wir das tun, kriegen wir auch gleich unser eigenes PKE Messgerät, unser Geisterscanner sozusagen. Damit können wir die Umgebung und bestimmte Substanzen, die uns sonderbar vorkommen, analysieren und sammeln dabei emsig Daten. Das ist auch nötig, denn mit solchen Daten verdienen wir Geld und mit jenem Geld entwickeln wir neue und bessere Ausrüstung, was uns dabei hilft, die Geister noch besser einzufangen. Also heißt es Augen auf, wenn nichts los ist, man könnte einen netten Fund verpassen.

Artefakte

Artefakte wie dieses bringen euch extra Cash… Und Spaß im Hauptquartier.

Entlang des Weges ist der ursprüngliche Geisterjäger-Humor, wundervoll rübergebracht mit den Originalstimmen von Bill Murray, Harold Ramis und Dan Akroyd und einer Story niedergeschrieben von keinen geringeren als Dan Akroyd und Harold Ramis selbst. Schon alleine das sollte reichen, um zu wissen, dass dieses Spiel in guten Händen ist.

Man schmunzelt über Vankmans zynische Kommentare, wenn er den Neuen, euch, immer mal wieder etwas piesakt oder wenn Ray in absoluter Begeisterung mit Fachbegriffen um sich wirft, wenn was passiert. Oh und achtet, worauf ihr feuert! Die verursachten Schäden summieren sich ebenso wie das Geld, was ihr verdient. Auch wenn dafür die Stadt aufkommt. Wir wissen ja: Welt retten und so…

Marshmallow Man

Mann, ist der dick, Mann!

Auch trifft man auf alte Bekannte der Filme, wie den bereits erwähnten grünen Schleimball Slimer, Walter Peck und den ikonischen Marshmallow Man, den es im Laufe eurer Abenteuer zu bekämpfen gilt.

Und wie im ersten Film schon erwähnt gab es da einen gewissen Igor Shandor, der kurz bevor die Stadt in ein paranormales Tollhaus mutierte, einen Großteil der Ausstellung über Gozer, der sumerischen Gottheit, die im ersten Film in unsere Welt einfallen wollte, spendete. Auch dieser Okkultist wird in der Handlung eine Rolle spielen. Doch zuvor geht es durch Hotelkorridore, die Straßen New Yorks, Friedhöfe, Häuserdächer und die Kanäle der Stadt, ehe es endlich zum Zentrum allen Übels geht, wo die Jungs mal wieder die Welt retten dürfen. Na hoffentlich kippt der Bürgermeister bei der Rechnung nicht aus den Latschen.

Fazit:

Das Spiel ist gespickt mit Referenzen zu anderen Produkten der Franchise, so findet man noch den Outro-Bildschirm des C64-Spiels im Spiel oder den einen oder anderen Bekannten der Filme. Die Liebe zum Detail und die Handlung, die von Leuten verfasst wurde, die ein enormes Interesse daran hatten, das Spiel den Filmen ebenbürtig zu machen, machen die Sache rund. Leider hat Terminal Reality die Pforten scheinbar dichtgemacht und auf eine Fortsetzung kann man wohl nicht mehr hoffen. Schade, als Kind der 80er freut man sich über ein solches Bonbon von Spiel und verzieht das Gesicht etwas, wenn man so was hört. Vielleicht in ferner Zukunft…

Grafik: 7/10 für eine leicht angestaubte, aber immer noch schöne und annehmbare Grafik, passend für dieses Spiel. Ghostbusters war immer schon ein Franchise der 80er/90er und die Grafik muss nicht wie in Highend-Shootern über jedes Maß realistisch sein. Denn ist dies hier nicht beabsichtigt, zumal einige der Geister in Ghostbusters IMMER schon überzogen, ja comicartig dargestellt waren.

Gameplay: 7/10 für eine Steuerung, die zwar in den Optionen geändert werden kann, doch fällt auf, dass es ursprünglich für Konsolen ausgelegt war. Es fühlt sich etwas behäbiger an, als es sein könnte. Jedoch: Das Geisterfangen macht Spaß und die Steuerung ist zu Beginn schnell erklärt, nichts zu Komplexes ruiniert den Spielfluss.

Musik: 10/10 für einen filmgerechten Soundtrack, der an alte Zeiten schwelgen lässt. Was soll ich sagen? Ich LIEBE Filmsoundtracks! Das Spiel setzt die Musik hier und da gekonnt ein. Mal locker und gemütlich, mal „spooky“ und gruslig oder auch mal dramatisch, wenn was größeres passiert.

Storyline: 8/10 für eine Story, die mir persönlich gut gefallen hat, auch wenn man fast schon in die Story hineingeworfen wird. Baute die Handlung in den Filmen etwas auf, ehe das Problem in vollem Umfang präsentiert wird, geht es hier von vorn herein drunter und drüber und Manhattan wird zur paranormalen Spielwiese. Für ein Spiel, das weiß, dass es humorvoll ausgelegt ist und den Spieler mit eben genug Geistern auf Trab halten versucht, damit man sich nicht zu Tode langweilt, lasse ich das gelten, ziehe aber Pünktchen der Wertung ab.

Kommen wir auf eine Wertung von satten 8 für ein Spiel, altbacken, doch noch lang nicht vergammelt. Fans der Filme und/oder Serien werden hier ihre wahre Freude haben, da viele Geister und Schurken der Filme einen Cameo Auftritt haben. Ich empfehle den Kauf, da es mittlerweile auch nicht mehr zum Vollpreis vertrieben wird.

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